Gefäß-OP

Gefäß OP




Untersuchung


Die Herzkatheteruntersuchung ist eine minimalinvasive medizinische Untersuchung des Herzens über einen Katheter, der über venöse oder arterielle Adern der Leiste, der Ellenbeuge oder über das Handgelenk eingeführt wird. Je nach Untersuchungsziel werden unterschiedliche Stellen im Herzen bzw. in den Herzkranzgefäßen angesteuert. Die Lage des Zieles bestimmt auch die Wahl des Zugangs, man spricht vom Rechtsherzkatheter, wenn der Bereich des rechten Herzanteils untersucht werden soll, entsprechend vom Linksherzkatheter bei der Untersuchung des linken Herzanteils. Die Rechtsherzkatheteruntersuchung wird eher selten, die Linksherzkatheteruntersuchung häufiger durchgeführt, vor allem um bei der Koronarangiographie die Herzkranzgefäße sichtbar zu machen und möglicherweise im Rahmen einer Ballondilatation aufzudehnen.


Die Rechtsherzkatheterisierung beim Menschen wurde zuerst 1929 von Werner Forßmann in einem Selbstversuch durchgeführt. Forßmann wurde hierfür einer der drei Nobelpreise für Medizin des Jahres 1956 verliehen. Die Linksherzkatheterisierung verbindet sich mit den Namen der Amerikaner Charles Dotter, Mason Sones, Melvin P. Judkins und der Deutschen Andreas Roland Grüntzig und Eberhard Zeitler. Auch die elektrophysiologische Untersuchung (EPU) des Herzens wird ähnlich wie ein Rechtsherzkatheter durchgeführt. Wikipedia


Ein interventionelles Verfahren ist eine minimal-invasive Behandlungsform, bei der ein kleiner Schlauch, der als Katheter bezeichnet wird, durch einen Einschnitt, meist in der Leiste, eingeführt wird. Der Katheter wird durch die Blutgefäße an die Behandlungsstelle im Herzen geleitet. Um den Eingang des linken Herzohr (LAA) zu schließen, führt der Arzt das Verschlussimplantat durch den Katheter hindurch und platziert es im Eingangsbereich des Herzohres.


Wenn sich das Implantat im linken Herzohr (LAA) befindet, überprüft der Arzt die Position sorgfältig mit einem Herzbildgebungsverfahren. Wenn er mit der Position zufrieden ist, wird das Implantat freigesetzt und verbleibt dauerhaft im linken Herzohr (LAA). Der Katheter wird entfernt, und der Eingriff ist beendet.


Der Eingriff selbst dauert ca. ein bis zwei Stunden und wird in einem Herzkathetherlabor durchgeführt, in dem viele minimal-invasive, nicht-operative Eingriffe durchgeführt werden. Ihr Arzt kann Ihnen ein Narkosemittel verabreichen, und Sie sollten während des Eingriffs keine größeren Beschwerden haben.



Was genau ist der Herzohroccluder?


Der Herzohroccluder ist ein Implantat, das speziell für den interventionellen Verschluss des linken Herzohrs (LAA) entwickelt wurde. Das Implantat wird während eines minimal-invasiven Eingriffs im LAA positioniert und verbleibt dort permanent.


Der Herzohroccluder besteht aus einem Drahtgeflecht aus Nitinol, einem Metall mit Formgedächtniseigenschaften. Das bedeutet, dass das Implantat wieder seine ursprüngliche „gespeicherte“ Form annimmt, nachdem es gestreckt wurde, um durch den Katheter geschoben zu werden. Die Form des Implantats wurde speziell für den Verschluss der linken Herzohröffnung (LAA) entwickelt.

Information: Abbott Medical GmbH | Download: Abbott Patienten Broschüre



Bei Vorhof-Flimmern können sich Blutgerinnsel im Herzen bilden - genauer: im Vorhof-Ohr. Diese Gerinnsel können dann Schlaganfälle auslösen. Wenn keine blutverdünnenden Medikamente gegeben werden können, hilft ein Vorhofohr-Okkluder, das Risiko der Gerinnselbildung zu minimieren. Dieser Verschluss kann minimal-invasiv über einen Herzkatheter implantiert werden.


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